Nordatlantik von den Bahamas nach Portugal

Am 7.5. 2026 legten wir in Nassau (Bahamas) im Hafen ab mit dem Ziel Azoren. Für diesen Trip kam Roger zur Unterstützung und Ines flog mit Bouty in die Schweiz zurück. Nach dem Ausklarieren, mit heftigen Diskussionen über den Preis legten wir ab und da der Wind noch schwach war ankerten wir noch in Sandy Cay und Current Cut. Dann starteten wir die Überfahrt zu den Bermudas. Der Wind war eher schwach, jedoch war Starkwind vor der Insel gemeldet. Wir waren gut vorbereitet und segelten Vorwind bei 40 Kn und 5 Meter Wellen Richtung St. Gorges’s. Plötzlich drehte eine Böe auf 68 Kn auf und uns fehlte die Zeit, um die Genua noch mehr zu reffen. Das Ergebnis war eine zerrissene Genua, welche wir jedoch easy bei Ocean Sails reparieren lassen konnten. Wir genossen diese Insel sehr und speziell haben uns einige Restaurants und die Brauerei Moongate gefallen. Am 22.5. hiess es dann wieder Anker hoch und Kurs Richtung Azoren. Die Reise dauerte 15 Tage, 19h und war sehr anspruchsvoll. Gemäss den Beschreibungen von Cornell soll man bei dieser Passage Nördlich bis zum 35 Breitengrad segeln und dann östlich abdrehen. Kaum waren wir im Norden kam ein Sturmtief von N und wir mussten wieder bis zum 33 Breitengrad südlich segeln. Es war wie ein Katz-Mausspiel, sehr happig und zum Glück fühlten wir uns in der Carpe Diem jederzeit sicher. Es donnerte und spritzte, aber das Boot und speziell der Autopilot hat uns nie im Stich gelassen. Müde erreichten wir Horta und schon bald war der Stress bei einem Drink in der legendären Peters Sport Bar vergessen. Leider musste Roger schon bald wieder zurück in die Schweiz und Ines kam mit Bounty angereist, Mit einem Mietwagen erkundeten wir mehrmals die schöne Insel und nach 25 Tagen segelten wir weiter nach Punto Delgado (San Miguel). Auch hier waren wir mobil und besuchen die Insel auf dem Landweg. Am 10.7. legten wir dann für die letzte Strecke nach Portugal ab. Auch hier war es entweder stürmisch oder kein Wind und unser Yanmar musste uns unterstützen. Am Ende dieser Reise haben wir eine Distanz von 3708 Seemeilen, mit 171 Motorstunden in 28 Tagen zurück gelegt.

 

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